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Teil II   6. Betriebsbeschreibung bei gewerblichen und bei landwirtschaftlichen baulichen Anlagen (wie Art der gewerblichen Nutzung, Geschäftszeiten, Betriebsabläufe, Anzahl von Personen (ständige Benutzer und Besucher), gegebenenfalls Art des Warenangebots und der Art und Weise der Herstellung und Lagerung)   7. Angaben über die gesicherte Erschließung hinsichtlich der Versorgung mit Wasser und Energie sowie der Entsorgung von Abwasser, soweit die bauliche Anlage nicht an eine öffentliche Wasser- und Energieversorgung und eine öffentliche Abwasserentsorgungsanlage angeschlossen werden kann   8. Angaben über die gesicherte verkehrsmäßige Erschließung des Baugrundstücks   9. Rechnerischer Nachweis des Brutto-Rauminhaltes nach DIN 277 Teil 1 oder Aufschlüsselung der Herstellkosten, wenn die Anlage 2 zur Baugebührenordnung nicht anwendbar ist 10. Berechnung des zulässigen, des vorhandenen und des geplanten Maßes der baulichen Nutzung, wenn die bauliche Anlage im Geltungsbereich eines Bebauungsplans liegt, der Festsetzungen über das Maß der baulichen Nutzung enthält 11. Nachweis des Einfügens, wenn die bauliche Anlage im unbeplanten Innenbereich liegt 12. Rechnerischer Nachweis der erforderlichen Anzahl notwendiger Einstellplätze sowie der vorhandenen und geplanten Einstellplätze einschließlich zeichnerischer Darstellung (siehe oben) 13. Statistischer Erhebungsbogen (Formulare können unter www. statistik-bw.de/baut/servlet/LaenderServlet heruntergeladen werden) 14. Nachweis der Standsicherheit, wenn eine bauaufsichtliche Prüfung dieses Nachweises vorgeschrieben ist (gegebenenfalls die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung, das allgemeine bauaufsichtliche Prüfzeugnis oder die Zustimmung im Einzelfall, wenn eine Bauart im Sinne des § 21 Absatz 1 NBauO angewandt werden soll) 15. Nachweis des Brandschutzes, wenn eine bauaufsichtliche Prüfung dieses Nachweises vorgeschrieben ist und er nicht bereits in den übrigen Bauvorlagen enthalten ist In Abhängigkeit der beantragten Baumaßnahme können weitere Unterlagen und Angaben erforderlich sein, zum Beispiel bei Baumaßnahmen im Außenbereich oder für Mehrfamilienhaus- und Gewerbebauten. Dies kann zum Beispiel eine Eingriffsregelung nach Naturschutzrecht oder ein Immissionsgutachten nach der Technischen Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm) oder nach der Technischen Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft) sein. 32  |  Planen und Bauen im Landkreis Gifhorn Die über die vorgenannten, in den überwiegenden Fällen ausreichenden Vorlagen zusätzlich erforderlichen Unterlagen können und sollten für komplexere Baumaßnahmen im Rahmen der Bauberatung im Vorwege abgestimmt werden. Vollständige Bauvorlagen sind eine wesentliche Voraussetzung für ein reibungsloses und kurzes Baugenehmigungsverfahren. Die Antragsbearbeitung erfolgt anhand der vorgelegten Unterlagen. Alle für die Prüfung der Baumaßnahme wichtigen Fragestellungen müssen daher anhand der vorgelegten Unterlagen beurteilt werden können. Wenn die eingereichten Bauvorlagen wesentliche Mängel aufweisen, soll die untere Bauaufsichtsbehörde nach dem Willen des Gesetzgebers die Bearbeitung des Bauantrages ablehnen. Die grundsätzliche Genehmigungsfähigkeit sollte, sofern hierüber Zweifel bestehen, vor dem Einreichen eines Bauantrages entweder mündlich in einer Bauberatung oder schriftlich als Bauvoranfrage (siehe oben) geklärt werden. Bautechnische Nachweise Die Einhaltung der Anforderungen an die Standsicherheit sowie den Brand-, den Schall-, den Wärme- und den Erschütterungsschutz ist immer sicherzustellen und bautechnisch nachzuweisen. Zu den rechtlichen Grundlagen gehören neben der NBauO auch die bauaufsichtlich eingeführten Technischen Baubestimmungen, Normen und Richtlinien. Zu den bautechnischen Nachweisen gehören im Wesentlichen: • Standsicherheitsnachweise beziehungsweise statische Berechnungen, • Konstruktionspläne und Ausführungszeichnungen (wie Bewehrungs und Stahlbaupläne), • Wärmeschutznachweise gemäß Energieeinsparverordnung (EnEV), • Schallschutznachweise gemäß DIN 4109. Die Nachweise müssen von entsprechend qualifizierten Sachverständigen erstellt werden. Die bautechnischen Nachweise für den Schall-, den Wärme- und den Erschütterungsschutz werden im Rahmen von bauordnungsrechtlichen Verfahren jedoch nicht geprüft. Die Prüfung der Standsicherheit und des Brandschutzes ist nur bei bestimmten Baumaßnahmen erforderlich, wobei dies unabhängig von dem bauordnungsrechtlichen Verfahren ist (siehe § 65 Absatz 2 Satz 1 NBauO). Hinweis: Nachweise der Standsicherheit, die nicht zu prüfen sind, müssen von Personen aufgestellt sein, die in der Liste der Tragwerksplanerinnen und -planer, die von der Ingenieurkammer Niedersachsen geführt wird, oder in ein entsprechendes Verzeichnis eines anderen Landes eingetragen sein (§ 65 Absatz 4 und 5 NBauO). Die nachstehenden Kriterien für die Prüfpflicht der Nachweise der Standsicherheit und des Brandschutzes gelten daher sowohl für Mitteilungs- als auch für Baugenehmigungsverfahren. Standsicherheit Der Nachweis der Standsicherheit ist gemäß § 65 Absatz 3 Satz 1 NBauO für folgende Bauwerke vorzulegen: • Wohngebäude der Gebäudeklassen 4 und 5 • Unterirdische Garagen mit mehr als 100 m2 Nutzfläche in sonstigen Wohngebäuden 7. Bauordnungsrechtliche Verfahren


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