19. Energiesparendes Bauen

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Planen und Bauen im Landkreis Gifhorn  |  55 19. Energiesparendes Bauen Jede und jeder möchte ein schönes und behagliches Zuhause haben, auf das man sich freut, wenn man die Haustür aufschließt. Diese Behaglichkeit wird vor allem durch eine gute und gedämmte Gebäudehülle erreicht. Aus den Abgasen der Raumheizungen entsteht etwa ein Drittel aller CO2-Emissionen (Emissionen des Treibhausgases Kohlendioxyd) in Deutschland. Oft verursacht das Heizen auch hohe Kosten. Durch energiesparendes Bauen und Sanieren können diese Belastungen für die Umwelt und den eigenen Geldbeutel verringert werden. So kann man zum Beispiel einen Neubau ohne großen Mehraufwand als „Effizienzhaus” bauen. Noch Energie sparender sind „Passivhäuser”, die in jeder Hinsicht dem heutigen Stand der Technik entsprechen. Um energiesparend zu bauen und zu sanieren finden Sie auf den folgenden Seiten nützliche und vor allem neutrale Informationen.Egal ob Neubau oder Bestandsimmobilie, beim energetischen Standard sollte man immer das dem Geldbeutel höchstmöglich angepasste Ziel wählen, da alle Entscheidungen von langer Wirkung sind. Neben dem Klimaschutz steht aber die Behaglichkeit des Eigenheims an vorderster Stelle, egal ob effizienter Neubau oder energetisch sanierter Altbau. Je besser die Außenwände gedämmt sind, umso höher sind die Oberflächentemperatur und die Speicherfähigkeit dieses Bauteils. Daher wird die gleiche Temperatur in Räumen mit gedämmten Außenwänden wärmer empfunden als im nicht gedämmten Zustand. Vor Fenstern mit Dreifachverglasung gibt es kein Zuggefühl mehr durch abfallende kalte Luft. Mit einer entsprechenden Dämmung des Erdgeschossfußbodens kann man auch ganz ohne Fußbodenheizung das ganze Jahr über auf Socken laufen. Das gut gedämmte Dach ist die wärmende Pudelmütze des Hauses, denn Wärme steigt ja bekanntlich auf. Und wenn dann die noch benötigte Raumwärme und das Warmwasser mit erneuerbaren bzw. regenerativen Energien erzeugt werden, kann man sich im Hinblick auf die Betriebskosten für die nächsten Jahre und den Klimaschutz entspannt zurücklehnen. Auf den nächsten Seiten erhalten Sie umfangreiche Informationen zu folgenden Themenbereichen: • Haustechnik im Bestand und Neubau • Neubau, Anforderungen und Begriffe • Bauteilaufbauten Neubau • Altbau, Anforderungen und Beispiele • EnergieBeratungsInitiative „cle(WF)er modernisieren“ • Fördermöglichkeiten Haustechnik im Bestand und Neubau Um ein Gebäude mit Wärme zu versorgen, stets ausreichend Warmwasser und frische Luft zur Verfügung zu haben, muss eine sinnvolle, den jeweiligen Bedürfnissen und dem Gebäude angepasste Haustechnik eingebaut sein. Wie auch immer die Wärme erzeugt wird, sie muss das Haus und das Warmwasser zuverlässig und kurzfristig erwärmen. Anforderungen: Heizungen, die installiert oder erneuert werden, müssen die Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) einhalten. Die Rohrleitungen müssen ausreichend gedämmt sein und es muss ein hydraulischer Abgleich durchgeführt werden. Lüftung Wegen der heute vorgeschriebenen energiesparenden Bauweise, sind die Gebäudehüllen so dicht, dass bei üblichem Lüftungsverhalten nicht genügend neue Luft nachströmt. Den Luftaustausch Teil III


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